IKOST - Institut für Kooperationsstrategien
Im März 2007 gründete Privatdozent Dr. Martin Beckenkamp das Institut für Kooperationsstrategien (IKOST) an der BiTS. Das Institut ist in den Räumlichkeiten der BiTS beheimatet und als An-Institut an die Hochschule angegliedert. In enger Kooperation mit der BiTS werden hochschul- und wirtschaftsnahe Dienstleistungen erbracht, wobei den Studierenden Raum zur Einarbeitung und verantwortlichen Mitwirkung im Bereich strategischer Entscheidungen angeboten werden soll.
Das Institut verknüpft Lehre und Forschung und dient der Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse der experimentellen Ökonomie und der psychologischen Entscheidungsforschung in das Consulting von Unternehmen, wobei der Schwerpunkt in den Bereichen Organisation und Human Resources (HR) liegt.
Mit Hilfe von strategischen Spielen, die bislang lediglich zum Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse im Labor eingesetzt wurden, werden sowohl positive Kräfte des Wettbewerbs für Innovation und Entwicklung identifiziert, als auch negative Auswirkungen eines (übertriebener) Wettbewerbs mit entsprechend fatalen Konsequenzen. Die strategischen Spiele zeigen Möglichkeiten zur Entwicklung von stabilen Kooperationen zwischen den Beteiligten auf, die für die Erreichung der Unternehmensziele erforderlich sind.
In der Ist-Analyse werden die Spiele zur gezielten Identifikation von Problemen genutzt. In der Soll-Analyse können gemeinsam entwickelte Lösungskonzepte spielerisch erprobt werden, um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit erarbeiteter Lösungen zuverlässig einschätzen zu können. Die dabei gewonnen Daten können bei hinreichender Anonymisierung wiederum für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Auf diese Weise wird eine konstruktive Bereicherung sowohl der Praxis aus der Theorie als auch der Theorie aus der Praxis ermöglicht, und die Konzeption dieses Vorhabens innerhalb eines Instituts ist daher geradezu ideal.
Die vom Institut angebotenen Dienstleistungen berühren Felder, die in einschlägiger Management-Literatur erhebliche Beachtung gefunden haben, wie etwa der positiven Nutzung von Wettbewerbskräften über Informationsmärkte, oder der Nutzung von Win-Win-Situationen unter Vermeidung von Schäden durch übertriebenen Wettbewerb durch Co-opetition. In den USA sind die dort beschriebenen Ideen schon im Consulting umgesetzt, und strategische Spiele werden mit großem Erfolg in der Praxis genutzt. Wie so oft, hinkt auch hier der deutsche Markt hinterher. Das Institut schließt diese Lücke und dient zur lokalen Umsetzung dieser Ideen. Es bedient sich eines mobilen Labors, das die Durchführung strategischer Spiele vor Ort ermöglicht. Der Mensch im Umfeld von Märkten steht im Vordergrund der verhaltenswissenschaftlich fundierten Beratertätigkeit


